Aus welchen Materialien bestehen die Photovoltaik-Module, die SunEnergy Europe vertreibt?
Die von SunEnergy Europe vertriebenen Photovoltaik-Module bestehen aus Solarzellen auf Siliziumbasis. Module, die Schwermetalle wie beispielsweise Cadmium enthalten, vertreiben wir nicht. Silizium wird aus Quarzsand gewonnen. Es ist ungiftig und praktisch unbegrenzt verfügbar: Silizium ist nach Sauerstoff das zweithäufigste Element der Erde.
Die Vorderseite der Module besteht aus Glas (Siliziumoxid), die Rückseite aus einer Witterungsschutzfolie. Das fertige Modul wird mit einem Rahmen aus Aluminium versehen. Aluminium ist zwar in der Herstellung sehr energieaufwändig; bislang mangelt es allerdings an adäquaten Alternativen.
Können Solarmodule recycelt werden?
Ja. Die Frage nach Möglichkeiten der Wieder- oder Weiterverwendung von Solarmodulen wird angesichts des zunehmenden Anteils der Photovoltaik an der Stromerzeugung immer wichtiger. Photovoltaik-Module sind aus Materialien aufgebaut, die sich gut zur Wiederverwendung eignen.
Die Vorteile des Recyclings liegen auf der Hand: es werden wertvolle Rohstoffressourcen geschont und erhebliche Energieeinsparungen erzielt. Bei der Herstellung von Modulen aus Recyclingmaterial wird nur ein Drittel der zur Neuproduktion benötigten Energie aufgewendet. Gerade beim Aluminium, dessen Herstellung sehr energieaufwändig ist, ist das Energieeinsparpotenzial enorm: die Aluminiumgewinnung aus Altmaterial benötigt lediglich fünf Prozent der Energie für Neuproduktion.
Auch das für die Module verwendete Glas bietet sich zur Wiederverwertung an, da das Einschmelzen von Recyclingmaterial deutlich weniger Energie erfordert als die Verwendung von Rohmaterial. Die Wiederverwendung der Materialien senkt außerdem die Produktionskosten sowie den Ausstoß von Emissionen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Schonung unserer Umwelt und unseres Klimas. Im Sinne von Nachhaltigkeit gehen erneuerbare Energien und Ressourcenschutz beim Recycling Hand in Hand.
Gibt es ein einheitliches System zum Recycling von Photovoltaik-Anlagen?
Der Aufbau eines umfassenden Systems zur Rücknahme und Wiederverwendung von Solarmodulen wird künftig eine wichtige Rolle spielen. Auf deutscher oder europäischer Ebene gibt es zurzeit keine gesetzlichen Regelungen zur Wiederverwendung von Photovoltaik-Altanlagen. Mehrere europäische Photovoltaik-Hersteller gründeten 2007 den Dachverband PV-CYCLE, der ein Netzwerk von Rücknahme- und Wiederverwertungsstellen auf freiwilliger Basis aufbaut.
Verursacht eine Photovoltaik-Anlage Elektrosmog?
Photovoltaik ist eine umweltfreundliche Möglichkeit, Energie zu erzeugen. Bei der Erzeugung von Solarstrom entstehen elektromagnetische Felder, die allerdings deutlich schwächer als die natürlichen Felder sind. Zum Grad der alltäglichen elektromagnetischen Beeinflussung in einer durchschnittlichen Wohn- und Arbeitsumgebung, wie sie beispielsweise von der Mobilfunkinfrastruktur ausgeht, tragen Solarstrom-Anlagen nicht nennenswert bei.
Stimmt es, dass zur Herstellung einer Photovoltaik-Anlage mehr Energie aufgewendet werden muss, als sie im Laufe ihrer Betriebszeit erzeugt?
Nein. Zu Beginn der Photovoltaik-Entwicklung in den 1980er Jahren war die Bilanz zwischen der zur Herstellung eines Solarmoduls aufgewendeten und der von ihm erzeugten Energie in der Tat nicht besonders gut. Die modernen Photovoltaik-Anlagen arbeiten aber bereits so effizient, dass sich die Energieinvestition nach etwa drei Jahren amortisiert hat – man spricht auch von der Energierückgewinnungszeit.
Bei einer durchschnittlichen Betriebsdauer von 25 Jahren und darüber hinaus erzeugt eine Photovoltaik-Anlage also über das achtfache der Energie, die zu ihrer Herstellung benötigt wurde. Multikristalline Module haben eine durchschnittliche Energierückgewinnungszeit von 1,5 bis 2,5 Jahren; bei Dünnschichtmodulen liegt sie mit 1,5 Jahren sogar noch darunter.
Experten prognostizieren, dass die kontinuierliche technische Weiterentwicklung eine weitere Verkürzung der Amortisationszeit um etwa die Hälfte möglich macht.
Sind Photovoltaik-Anlagen feuergefährdet?
Von einer Solaranlage geht keine erhöhte Brandgefahr aus. Im Falle eines Dach- oder Anlagenbrandes gelten für Photovoltaik-Anlagen die üblichen Sicherheitsvorkehrungen wie für alle anderen elektrischen Anlagen auch. Die Feuerwehr hat für solche Löscheinsätze genaue Vorgehensweisen definiert.
Etwa 90% der installierten Solarmodule sind auf Siliziumbasis aufgebaut. Von Silizium geht bei der Verbrennung keine Gefahr für die Gesundheit aus. Module, die Schwermetalle enthalten, können im Falle eines Brandes giftige Gase freisetzen; allerdings sind die Mengen so gering, dass davon keine akute Gesundheitsgefährdung ausgeht. SunEnergy Europe verwendet ausschließlich Solarmodule auf Siliziumbasis.
Welche Vor- und Nachteile haben Freiflächenanlagen?
Freiflächenanlagen erreichen gegenüber Hausanlagen einen deutlich höheren Betriebswirkungsgrad. Auf einer Freifläche kann die Photovoltaik-Anlage optimal ausgerichtet werden. Weitere Vorteile liegen in einer besseren Hinterlüftung der Module, was die Energieeffizienz der wärmeempfindlichen Zellen verbessert, und in einer einfacheren Wartung gegenüber Dachanlagen.
Kritiker von Freiflächenanlagen bemängeln den ihrer Ansicht nach hohen Flächenverbrauch von Großanlagen und befürchten negative Folgen für die Vegetation. Gegenüber einer Flächennutzung zur Erzeugung von Biomasse beispielsweise ist die Installation einer Photovoltaik-Anlage aber sinnvoll, weil die Energieausbeute von Photovoltaik höher ist als bei Biomasse. Eine Beeinträchtigung der Vegetation geht auch von großflächigen Photovoltaik-Anlagen nicht aus: zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass auf den Freiflächen eine hoch differenzierte Artenvielfalt vorhanden ist. Auf den Flächen für photovoltaische Großanlagen kann sich der Boden erholen und die Biodiversität vergrößern.
Die neueste Fassung des EEG unterbindet die Konkurrenz zwischen der Flächennutzung für Solaranlagen und für die Nahrungsmittelproduktion, da nur noch für Anlagen auf vorbelasteten oder bereits versiegelten Böden eine Einspeisevergütung gewährt wird.


